Trotz unserer umfangreichen Voruntersuchungen
und der größten Sorgfalt können während oder
nach der Operation vereinzelt Komplikationen auftreten. Während
der Operation bestehen die normalen Operationsrisiken, über
die Sie im Aufklärungsgespräch ausführlich informiert
werden.
Asymmetrie der Brust nach der Brustverkleinerung
Brüste sind eher selten gleich groß. Bei einigen Operationen müssen auch unterschiedliche Narbenführungen verwendet werden. Daher kann es vorkommen, dass durch unterschiedliches Abschwellen und unterschiedliche Heilungsverläufe die Brüste unterschiedliche groß sind. Sollte nach der Heilungsphase noch eine Asymmetrie vorhanden sein, so kann dies durch eine Form- bzw. Narbenkorrektur geändert bzw. angepasst werden.
Blutgerinnsel (Thromben)
Blutgerinnsel (Thromben) sind selten, können
aber zum Verschluss eines Blutgefäßes führen,
der lebensbedrohlich werden kann (z. B. Lungenembolie) und
auch zum Tod führen kann.
Bottoming-Out
Ein Großteil des operierten Gewebes sackt nach untern ab und es kommt zu einer Richtungsänderung des Mammillen-Areola-Komplexes (z. B. nach oben).
Dog-Ear-Bildung
Unter einem Dog-Ear versteht man kleine Wülste an den seitlichen Wundrändern. Diese können sich spontan zurück bilden oder durch eine Narbenkorrektur korrigiert werden.
Durchblutungs- und Wundheilungsstörungen
Durchblutungs- und Wundheilungsstörungen
sind selten. Es kann dann zur Ausbildung von breiten Narben
kommen, die möglicherweise einen Korrektureingriff erfordern,
um ein optisch optimales Ergebnis zu erzielen. Bei entsprechender
Veranlagung können wulstige, dicke, verfärbte und
schmerzhafte Narben (Keloid) entstehen. Solche Narben erfordern
manchmal einen Korrektureingriff.
Fettnekrosen / Ölzysten
Wird das Brustgewebe nicht ausreichens druchblutet, so kann Fettgewebe absterben. Es bilden sich Ölzysten. Dies können oftmals in der Brust verbleiben.
Formveränderung des Warzenhofes
Nach einer Brustverkleinerung kann es vorkommen, dass der Mammillen-Areola-Komplex nicht rund bleibt sondern sich verzieht. Dies kann durch einen Eingriff in Lokalanästhesie korrigiert werden.
Infektionen der Wunde
Infektionen der Wunde können zu einer
Verzögerung der Wundheilung führen. Zudem kann
es zur Ausbildung von Abszessen (Eiteransammlungen) und Nekrosen
(Absterben von Gewebe) kommen.
Nachblutung oder Hämatombildung (Bluterguß)
Nach der Operation kann es zu einer Nachblutung
oder Hämatombildung (Bluterguß) kommen. Durch
eine Wundinfektion kann sich die entsprechende Wundheilung
verzögern.
Während der OP wird eine Geschwulst
entdeckt
Bei einigen Patienten kommt es vor, dass
während der OP eine Geschwulst entdeckt wird. Diese
kann sich als bösartig herausstellen. Unsere spezialisierten
Fachärzte werden diese entsprechend entfernen und das
weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen.
Druckschäden an Nerven und Weichteilen
In seltenen Fällen können Druckschäden
an Nerven und Weichteilen entstehen. Sie bilden sich in der
Regel innerhalb weniger Wochen wieder zurück.
Sensibilität der Brustwarze
Je nach Operationsmethode und Operations-umfang
kann die Sensibilität der Brustwarze gestört oder
beeinträchtigt sein. Diese Störung kann bis zu
einem Jahr dauern und verbessert sich in der Regel im Laufe
der Zeit. Bei gestörter Blutversorgung kann die Brustwarze
komplett absterben. In diesem Fall wird eine Verpflanzung
von dunkel pigmentierter / tätowierter Haut notwendig.
Serome
Unter einem Serom versteht man die Ansammlung von Wundsekret oder Lymphflüssigkeit. Serome kommen bei Brustverkleinerung eher selten vor, da die Flüssigkeit von der Umgebung aufgenommen wird. Falls dies nicht der Fall ist, kann sie durch Punktion entnommen werden.
Stillfähigkeit
Die Stillfähigkeit kann je nach Operationsart
beeinträchtigt werden.
Störungen der Narbenbildung
Wenn Narben unter Spannung stehen, so kann
es zu Störungen der Narbenbildung kommen. Daher sollten
Sie unbedingt in den ersten beiden Wochen nach der Operation
den verordneten Spezial-BH tragen.
Schwellungen nach der Brustverkleinerung
Schwellungen im Operationsgebiet können
teilweise 6 bis 12 Monate verbleiben. Die endgültige
Form der Brust wird oft erst nach 12 Monaten erreicht.
Taubheitsgefühl
Bei einigen Patienten kann ein Taubheitsgefühl
durch die Schädigung von Hautnerven auftreten. Im Normalfall
kommt es Innerhalb von einigen Monaten zur vollständigen
Wiederherstellung der Empfindungen der Haut. In Ausnahmenfälle
kann ein Taubheitsgefühl verbleiben.